Ruhrpodcast

Oct 14 2020 35 mins 5

Ruhrpodcast – Menschen, Märkte und Motive Wat is‘ los im Ruhrpott? Der Ruhrpodcast berichtet über unterschiedliche Entwicklungen aus dem Ruhrgebiet – ob zu Politik, Wirtschaft, Handel, Freizeit oder anderweitigen Neuigkeiten, die das Ruhrgebiet als Metropolregion vorantreiben. Ruhrgebiet, Kohlenpott, Schmelztiegel unterschiedlicher Menschen, Kulturen und Biographien. Wer hier aufgewachsen ist, hat schon längst nicht mehr nur das Schmuddel-Image im Kopp. Wir wissen – Kohle ist zwar schwarz, kann aber auch glänzen. Um auch den letzten davon zu überzeugen, erzählen wir euch, was der Rohdiamant namens Ruhrpott alles kann, fördern allerhand Interessantes zu Tage und setzen uns konstruktiv damit auseinander. Worum geht es genau? Da wir uns dem Ruhrgebiet verbunden fühlen und uns mit dem Pott identifizieren, möchten wir etwas für unsere Heimat leisten und besonders nennenswerte Projekte, Ideen, Start-ups und Geschichten hervorheben, um das Image des Ruhrgebiets zu stärken. Wir sprechen über Geschehenes, Aktuelles und Interessantes, diskutieren und kritisieren dabei am liebsten konstruktiv. Wer steckt dahinter? Der Ruhrpodcast ist ein Projekt der Kommunikations- und PR-Agentur Durian GmbH aus Duisburg. Agentur-Oberhaupt Frank „Zepp“ Oberpichler spricht im Ruhrpodcast mit einem Gesprächspartner aus seinem Agenturteam sowie mit anderen Ruhrgebietsakteuren. Zum Team zählen unter anderem die Redakteurinnen Annika und Sarah, sowie Mitarbeiter Benjamin. Des Berufes wegen beschäftigen wir uns ausführlich mit Themen aus dem Bereich Kommunikation. Dazu gehören Öffentlichkeitsarbeit und Public Relations.





Ruhrpodcast – Folge 53 „Bilder, Werke & Events“
Oct 14 2020 29 mins  
Die Agentur bild-werk gestaltet seit fast 20 Jahren Ausstellungen und Museen. Gegründet wurde die Firma bild-werk Expo&Event GmbH1998. Michael Wienand ist Geschäftsführer, Industrie-Designer und Historiker. Mit seinem Team konzentriert er sich vornehmlich auf die Gestaltung von Dauerausstellungen für Museen mit historischen Themenstellungen. So entstanden in den letzten Jahren in kurzzeitiger Abfolge zahlreiche Museen zur Kultur- und Stadtgeschichte wie auch Regionalmuseen mit technikhistorischen oder kunstgeschichtlichen Schwerpunkten. Weitere Leistungsschwerpunkte
Neben Light- und Building-Design, Kommunikationsarchitekturen, Gestaltung von Kundenzentren für Energieversorger, klassische Werbung und Marketing, Messestand-Design und Messebau sowie Gestaltung und Durchführung von Präsentationen, Tagungen, Kongressen und Jubiläumsveranstaltungen, Findet Michael Wienand immer wieder Zeit zur freien künstlerischen Gestaltung von Bildern und Plastiken. Kunst im öffentlichen Raum
Immer wieder gestaltet Michael Wienand freie Schaufenster und Plätze in City-Lagen, die ansonsten verkümmern würden. Das leistet er entweder als Auftragsarbeit oder aus freien Stücken. Selbst wenn er für eine solche Gestaltung nicht entlohnt wird, gestaltet er doch immer wieder solche öffentlichen Räume, um sogenannte Duftmarken zu hinterlassen und sich und seine Kunst ins Gespräch zu bringen. So geschehen auch in der Duisburger Altstadt, in der er ein leerstehendes Einzelhandelslokal mit einigen seiner Exponate gestaltete und daraufhin bereits neue Kunden gewonnen hat. Ansonsten zählen zu seinen Kunden Museen und Institute, Städte und Gemeinden, Autohäuser und Energieunternehmen. Ein angeregtes Gespräch über die Möglichkeiten der Aufwertung von städtischem Raum am Beispiel von Leerstandsbespielung. Das Interview wurde per Telefon geführt. Eventuelle Tonstörungen bitten wir zu entschuldigen. Weitere Info: www.atelier-wienand.de www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de


Ruhrpodcast – Folge 52 "Digitalisierung vom Baum aus"
Oct 07 2020 42 mins  
Frank Tentler lebt, lehrt, plant und realisiert digitale Transformation, das heißt digitalen Wandel von Städten. Dabei geht es um mehr als lediglich um die Digitalisierung analoger Abläufe und Bereiche in einer Stadt. Baumhausnetzwerk Der neu gegründete Zusammenschluss von Kreativen aus Duisburg und Umgebung namens „Baumhausnetzwerk“, bringt Digitalität nach Duisburg. So ist zumindest der Plan. Wenn es einen Plan gibt. Angestrebt wird eine Vertiefung und Weiterentwicklung der formulierten Themenfelder mit frischen Ideen, Verweis auf technologische Neuigkeiten und das Ganze immer unter Beteiligung möglichst zahlreicher Bürger der Stadt. Themengruppen Die Themen im Einzelnen: Bürgerbefähigung, Gesellschaft, Mobilität, Arbeit und Wirtschaft, Kunst und Kultur, Stadtplanung, Forschung und Infrastruktur, Energiesektor, Klima- und Naturschutz. Absicht Das Baumhausnetzwerk möchte den Wandel verstehen, agile Prozesse beginnen und somit Duisburg in die Lage versetzen ein Leitbild für die Zukunft zu bilden. Risiken sollen erkannt und in Möglichkeiten umgedacht werden, um eine datensichere Stadt mit hoher Lebensqualität für smarte BürgerInnen zu entwerfen. Nichts weniger ist der Anspruch. Fragen Im Ruhrpodcast wollte Host Zepp Oberpichler von Frank Tentler wissen, Was es mit #DUtopia auf sich hat, warum das Baumhaus in Duisburg seinen Platz fand, welche Chancen aber auch Probleme für Duisburg gesehen werden, wie Frank Tentler zu SmartCity gekommen ist und warum ausgerechnet das Bild des Baumhauses genutzt wird. Eine kurzweilige, weil interessante Folge mit zwei Rednern auf Adrenalin. Weitere Info: http://baumhausnetzwerk.de/



Ruhrpodcast – Folge 51 "Sexarbeiter in Corona-Zeiten"
Sep 30 2020 19 mins  
André kommt aus Duisburg, lebt seit 12 Jahren in Berlin und ist seit acht Jahren Sexarbeiter. Aufgrund der Heimatbesuche ist er in das Duisburger Dominastudio „Bizarrer Bahnhof Neumühl“ eingestiegen und hat dort gemäß eigenen Aussagen ein gutes Kundenumfeld (Männer und Frauen). Uns interessierten u. a. die Fragen: Wie funktioniert denn Sexarbeit in der Corona-Krise? Wie läuft es mit dem Hygienekonzept? Wie soll man 1,5 Meter Abstand halten?
Nimmt man als Sexarbeiter Erlebtes mit nach Hause? Berufsverband Im Berufsverband für erotische und sexuelle Dienstleistungen setzt André sich mit anderen Aktiven für die Rechte von Menschen in der Sexarbeit ein und kämpft gegen die Diskriminierung und Stigmatisierung seines Berufes. Als Pressesprecher ist ihm besonders wichtig Sexarbeit als offiziellen Beruf zu vermitteln und in diesem Zusammenhang auch über Einstiegs- sowie Ausstiegsangebote nachzudenken. Pressearbeit Gerade aktuell ist die Nachfrage der Presse wohl recht hoch, sagt André. Es bestehe folglich ein Interesse an der Sexarbeit und dies sei selbstverständlich systemrelevant. Es sei nicht hinzunehmen, dass Physiotherapeuten bereits seit Monaten wieder voll arbeiten können, Friseure und selbst Tattooartists mit vollem Körpereinsatz bei der Sache sein dürften, nur Sexarbeiterinnen und -arbeiter nicht. Die Forderung Gefragt danach, was sein Wunsch für die zukünftige Ausrichtung von Politik und Verwaltung, bezogen auf seine Profession sei, sagt André: „Ich wünsche mir, dass sie mit uns sprechen und nicht nur über uns.“ Eine Folge, die kurz aber knackig ist und in für uns völlig ungewohnter Umgebung aufgezeichnet wurde. Weitere Info:
https://berufsverband-sexarbeit.de/
https://www.dominus.berlin/
https://www.durian-pr.de https://www.ruhrpodcast.de


Ruhrpodcast – Folge 50 "Humor im Ruhrgebiet"
Sep 23 2020 43 mins  
Kurz vor einem Gig ließ es sich Hennes Bender nicht nehmen, noch schnell zu dieser Folge beim Ruhrpodcast aufzuschlagen. Und es ist nicht irgendeine Folge, nein, es ist Folge NR. 50! Bämm, wer hätte das gedacht, als wir letztes Jahr mit dem Ruhrpodcast um die Ecke kamen? Sträter-Bender-Streberg-Podcast Dabei ist Hennes Bender schon selber seit langer Zeit Podcaster und parliert in unregelmäßigen Abständen mit Torsten Sträter und Gerry Streberg. Anlässlich ihres 75sten Jubiläumspodcasts, gesendet vor einigen Wochen, hatten sie zudem noch den wunderbaren Jochen Malmsheimer zu Gast. Man kennt sich eben im Ruhrgebiet. Einige Stationen Worüber wir in der Folge fast gar nicht sprachen, sind die bemerkenswerten Stationen, die Hennes im Laufe der letzten drei Dekaden gemeistert hat. Einige Beispiele: 2002 „Rock Am Ring“ und „Rock Im Park“ dazu noch „Zimmer Frei“, „TV Total“, „Nightwash“ und „Quatsch Comedy Club“. 2004 kam die zweite CD „Noppen am Griff“. Auftritte in Österreich und der Schweiz. Michael Mittermeier holt ihn für seine „Saturday Night Live“. „Bester Newcomer“, Gewinner des Deutschen Comedypreis. 2005, zweimal „Tokio Hotel“ „Genial Daneben“, „7 Tage, 7 Köpfe“, „Frei Schnauze“ und „1LIVE Comedy Tour“. Dritte CD „KOMM GEH WEG“. 2006 spielt er bei der Eröffnung der „Reit-WM“ in Aachen auf einer Bühne zwischen BAP und BANANARAMA. Nominiert für die 1LIVE KRONE als „bester Komiker“. 2007 dreht er für die „Sesamstrasse“ (NDR). Fester Moderator des WDR-Kabarettfestes auf Radio WDR5. Deutscher Comedypreis als Ensemblemitglied der RTL-Impro-Show „Frei Schnauze XXL“. 2009 auf Gastspielreise mit dem Quatsch-Comedy-Club in Hong Kong. „Hörspieler des Jahres“ und so weiter und so fort. The Who
Neben zahlreichen Veröffentlichungen von Hörbuch-CDs, DVDs, Büchern und gelegentlichen Auftritten mit seiner Band »Burger Queen«, hört er auch gerne Platten, am liebsten solche von The Who. Er geht auch gerne auf Konzerte, am liebsten auf solche von The Who. Aus diesem Grund sollte die Folge zunächst „Whomor im Ruhrgebiet“ heißen, was wir dann aber doch bei der Idee beließen. Unter dem Strich trifft ein gutgelaunter Talkgast Hennes Bender auf einen Host Zepp Oberpichler in Feixlaune und in Summe lassen sie fast eine dreiviertel Stunde wie fünf Minuten aussehen. Und am Ende stellen sie fest: „Duisburg hat schöne Vegetarier“. In diesem Sinne. Weitere Info: www.hennesbender.de www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de


Ruhrpodcast – Folge 49 "Kreativität im Job und daneben"
Sep 16 2020 41 mins  
Googelt man nach Roland Donner, findet man ihn als Schauspieler, Moderator, Kabarettisten, Comedian und Host einiger Podcastformate wie zum Beispiel den „VUCA Podcast“. Veränderung Seinen Brot- und Butter-Job findet Roland Donner allerdings bei Siemens im beschaulichen Mülheim an der Ruhr. Dort hat er neben einer Anzahl anderer Aufgaben auch die des Change Ambassadors inne. Ein Ambassador ist ein Botschafter der Veränderung. Einer, der über den Wandel in Team-Meetings informiert, der im Haus Veranstaltungen organisiert, der die relevanten News für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bündelt, moderiert und verbreitet. Bühnentier Dabei ist Roland ein Bühnentier. Dies hat er bei ungezählten Auftritten In Fernsehproduktionen, Werbespots, Workshops, Solo-Darbietungen, Moderationen und Ensemble-veranstaltungen unter Beweis gestellt. Diese Erfahrung ermöglicht aber auch einen ungekünstelten Umgang innerhalb seines Jobs bei Siemens, da er „immer auf Augenhöhe“ mit der jeweiligen Gesprächspartnerin oder dem jeweiligen Gesprächspartner kommunizieren kann. Fragen Im Ruhrpodcast gingen wir den Fragen nach, wie zeitgemäß heute noch alt hergebrachte Karrieren sind, die mit Lehre im Betrieb anfangen und mit Verrentung im gleichen Betrieb enden. Wie groß ist die Bereitschaft sich selber zu verändern tatsächlich? Welche Flexibilität kann ich von meinem Arbeitgeber erwarten? Welche kann der Arbeitgeber von den Arbeitenden erwarten? Und schließlich formulieren wir die These: lernen macht Spaß. Wie es dazu gekommen ist? Diesen Podcast hören. Weitere Info: www.roland-donner.de www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de


Ruhrpodcast – Folge 48 "WoWi, die Problemlöser"
Sep 09 2020 35 mins  
„Wir machen Druck – und das seit mehr als 60 Jahren.“ So steht es auf der Homepage. Noch. Ein bisschen Recherche zeigte: In diesem Jahr wird die Wohlfeld & Wirtz GmbH & Co. KG 75 Jahre alt. Das ist schon etwas Besonderes in Zeiten wie diesen, in denen Druckereien und Druckzulieferbetriebe eher schließen, als eröffnen oder Jubiläen feiern. „Wir lösen Probleme“ „Individuelle Lösungen für anspruchsvolle Kunden sind unser Konzept.“ So möchte Sylvia Rost-Vargas ihren Auftrag verstanden wissen und entwickelt und realisiert mit ihrem Team – und gerne auch gemeinsam mit dem Kunden – drucktechnische Wünsche von der Visitenkarte bis zur Festschrift, vom Geschäftspapier bis zum Jahresbericht. Man produziert Mappen, Geschäftsausstattungen, Broschüren, Bücher und Aufkleber. Nicht nur Papier WoWi ist im Laufe der Unternehmensgeschichte immer mit der Zeit gegangen, ist sich Sylvia Rost-Vargas sicher. Aktuell setzt man auf moderne Maschinen, die drucken, stanzen, lasern und veredeln. Das Ganze dann auch mit unterschiedlichsten Werkstoffen: Papier natürlich, Holz, Leder, Plexiglas und bei Bedarf werden auch Kokosnüsse mit einer Gravur versehen. Das macht den Unterschied. Sylvia nennt es Druckkultur. Drucktechnische Spezialitäten Schon mal etwas von Pop-Up-Büchern gehört? Da kommen dem Leser auf einer Doppelseite zum Beispiel Cocktails entgegen, ganze Landschaften, Bäume, Spielszenen mit Kindern und so weiter. Die Erstellung solcher Bücher in kleinen Auflagen ist eine Spezialität aus dem Hause WoWi. „Einfach kann ja jeder“, so Sylvia Rost-Vargas und weiter: „Aber bei den kniffeligen Spezialitäten, da trennt sich die Spreu vom Weizen.“ Weitere Info: www.wowi-druckkultur.de www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de


Ruhrpodcast – Folge 47 "Wasserball in Zeiten von Corona"
Sep 02 2020 37 mins  
Gemäß der Internetseite seines Heimatvereins DSV 98, ist „Christian Vollmert den meisten Wasserballern Deutschlands ein Begriff. Nahezu alle unserer Herrenspieler haben einmal in den diversen NRW-Kadern und Nationalmannschaften mit ihm zusammengearbeitet und schätzen seine Fähigkeiten immens.“ Das ist ja erst einmal eine Ansage. Warum Wasserball? Aber wie kommt man dazu Wasserballtrainer zu werden? Was fasziniert an diesem Sport? Einem Sport mithin, der gerade in Duisburg so eine große und erfolgreiche Geschichte zeitigte und dennoch meist unter dem Radar hindurch flog. Liegt es an der Anzahl aktiver Sportler in diesem Bereich? Selbst Christian Vollmert konnte nur Mutmaßungen darüber anstellen, wie viele Wasserballer es im Ruhrgebiet gibt. Landessportbund NRW Doch es gibt offizielle Zahlen zum Sport im Bundesland. So präsentiert sich der Landessportbund NRW e.V. als die größte Personenvereinigung in Nordrhein-Westfalen. Über seine 126 Mitgliedsorganisationen sind rund 18.100 Sportvereine mit ihm verbunden, die insgesamt über fünf Millionen Mitglieder zählen. In diesen rund 18.100 Sportvereinen sind rund 500.000 Menschen ehrenamtlich engagiert. Davon sind in etwa 154.000 Mitglieder auf Vorstandsebene, 163.800 im Trainings- und Wettkampfbetrieb sowie 31.200 als Kassenprüfer tätig. „Ohne Ehrenamt geht in den Sportvereinen gar nichts“, ist sich Vollmert, den man auch nur „Coach“ nennt, sicher. Zahlreiche Auszeichnungen Christian Vollmert sammelte mit seinen Mannschaften für den DSV 98 besonders in den 1990er Jahren zahlreiche Erfolge. So war er zum Beispiel in den Jahren von 1990 bis 1996 am Gewinn von neun Deutschen Jugendmeisterschaften beteiligt und dass der ASC Duisburg in 2013 die Meisterschaft in der Bundesliga gewinnen konnte, daran hat auch Vollmert seinen Anteil. Hobby oder Profisport Doch wie sehr man regional und national auch auf der Siegerstraße sein mag, fehlende internationale Spitzenleistungen lassen in Deutschland immer wieder die Frage aufkommen, ob Wasserball noch als Leistungssport betrieben werden kann oder nur noch als Breitensport. Wer im Wasserball Profispieler werden möchte, muss nach Berlin oder Hannover gehen, um seinen finanziellen Unterhalt durch Wasserball zu verdienen. Oder er wagt direkt den Schritt ins Ausland, nach Ungarn zum Beispiel. „Die NRW-Kaderschmiede ist in Duisburg“, ist sich Vollmert sicher und führt weiter aus, „aber wenn Duisburg weiterhin diese Rolle spielen will, muss etwas passieren. Wir brauchen neue Schwimmanlagen und müssen den Sport wieder attraktiv für den Nachwuchs machen.“ Weitere Info: www.dsv98.de


Ruhrpodcast – Folge 46 "Tiergeschichten aus dem Ruhrgebiet"
Aug 26 2020 47 mins  
Ruhrpodcast Folge 46 – Tiergeschichten aus dem Ruhrgebiet – im Gespräch mit Werner Boschmann, Verleger und Eigentümer des Verlages Henselowsky Boschmann aus Bottrop Werner Boschmann ist der erste Interview-Gast im Ruhrpodcast gewesen und somit macht es Sinn ihn in der Folge 46 erneut dabei zu haben. Zur Info: Der Verlag Henselowsky Boschmann bringt ausschließlich Bücher heraus, die das „Ruhrgebiet“, in welcher Form auch immer, zum Thema haben. Seine Autoren leben fast alle im Ruhrgebiet und sind hier stark verwurzelt. Tiergeschichten So ist auch ein aktuelles Buch zu erklären, das da heißt: „Tiergeschichten aus dem Ruhrgebiet“. Unterzeile: Wo Schweine pfeifen, Ziegen moppern und Tauben an das Gute glauben. Was hat es damit auf sich, wollten wir wissen. Welche Tiere stehen für das Ruhrgebiet? An dieser Stelle beginnt Werner mit einem Exkurs zum Thema Taube. Taubenrennen und Taubenringe Wie erkennt man eine Taube? Am Flug, am Ring? In den 60ern gab es noch ordentlich Geld mit Tauben zu verdienen. Man musste sie „schicken“ und dann darauf wetten. Ein großer Spaß für die Männer im Revier. Die Taube war schließlich das Rennpferd des kleinen Mannes. Gezockt wurde, gesoffen wurde. Und gedopt wurde natürlich auch, manche Taube zumindest. Buchverkauf in Corona-Zeiten Boschmann stellt heraus, dass er abhängig vom Umfeld ist, wenn es aktuell um den Einzelhandel, besonders um die Inhaber geführten Buchhändler geht. Durch den Abbruch der Lesungen kommt ein weiterer Negativfakor hinzu, der den Verkauf erschwert. Werner Boschmann spricht Klartext und tritt bestimmt auch dem einen oder der anderen auf die Socken. Weitere Info: www.vonneruhr.de www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de


Ruhrpodcast – Folge 45 "Der Untergang der SPD"
Aug 19 2020 38 mins  
Pünktlich zum Sommer 2020 erscheint im Verlag Henselowsky Boschmann das Buch "Beten Sie für uns!" mit der Unterzeile: „Der Untergang der SPD“. Geschrieben hat es Stefan Laurin, der schon im Jahr davor durch „Versemmelt. Das Ruhrgebiet ist am Ende“ auf sich aufmerksam machte. Ein Grund für uns, ihn noch einmal zum Ruhrpodcast einzuladen. Das kleine Problem dabei: Stefan meidet aufgrund der Corona-Pandemie den persönlichen Kontakt derzeit wie der Teufel das Weihwasser. Aus diesem Grund führten wir das Interview per Skype, was durch ungebetene nachbarschaftliche Musikwünsche und sonstige Störungen mitunter zu geringerer Audioqualität führte. Wir haben lange diskutiert, ob wir die Folge aufgrund der geringeren Audioqualität – wie geplant – bringen können, haben uns dann aber dafür entschieden es zu tun. Zurück zum Buch. Heute ist deutlicher denn je: Die guten alten Zeiten sind für immer vorbei. Zeiten, in denen SPD-Oberbürgermeister die Regel waren. Auch die Zeiten, in denen Ratsmitglieder über eine Art Vorkaufsrecht verfügten, wenn sich Städte von Grundstücken oder Häusern trennten? Auch die Zeiten, in denen mit rotem Parteibuch ein Ausbildungsplatz für die Kinder, ein sicheres Pöstchen in der Stadtverwaltung kein Problem waren? – Vorbei? Wir zitieren aus der Verlagsinfo: »Wer den Niedergang der SPD verstehen will, der muss seinen Blick auf deren ehemalige „Herzkammer“ richten: das Ruhrgebiet. Stefan Laurin nennt Ross und Reiter, macht die Entwicklung in seiner Region sichtbar. „Wenn die SPD es nicht mehr schafft, hier erfolgreich zu bleiben, wo ihre Strukturen noch intakt sind, dann schaut sie in einen sehr tiefen Abgrund.“« Stefan Laurin ist gebürtiger Gelsenkirchener, wuchs in Gladbeck und Frankfurt am Main auf, wohnt in Bochum und arbeitet als freier Journalist unter anderem für „Die Welt“, „Die Welt am Sonntag“, die „Jüdische Allgemeine“ und die „Jungle World“. Nebenbei ist er Herausgeber des Blogs „Ruhrbarone“. Über die Entwicklung des Ruhrgebiets schreibt er seit 1996. Und hier der Werbeblock: Stefan Laurin "Beten Sie für uns!" Der Untergang der SPD Titelillustration: Oli Hilbring 128 Seiten · gebunden · 9,90 € ISBN 978-3-948566-01-2 Weitere Info: www.vonneruhr.de www.ruhrbarone.de Foto: Cover des Buches "Beten Sie für uns!" von Stefan Laurin, vor dem Bildschirm, auf dem gerade das Interview läuft.


Ruhrpodcast – Folge 44 "Verlagsarbeit für Wissenschaft & Kultur"
Aug 12 2020 38 mins  
Der Projektverlag wurde 1991 gegründet. Das Spektrum des Verlagsprogramms reicht im wissenschaftlichen Bereich von fächerübergreifenden Themen wie Medizinphilosophie oder Musikermedizin bis zu den klassischen geisteswissenschaftlichen Themen. Hier liegen die Schwerpunkte u.a. in der Elementarpädagogik sowie in der Sinologie, die bereits seit den frühen 1990er Jahren in Form der Schriftenreihen „edition cathay“ und „arcus chinatexte“ zum Programm zählt. Innerhalb dieser Schriftenreihen sind ein Erzählband des Literaturnobelpreisträgers 2012, Mo Yan, sowie ein Theaterstück des Literaturnobelpreisträgers des Jahres 2000, Gao Xingjian, erschienen. Das Verlagsprogramm hat sich – ausgehend vom ursprünglichen Schwerpunkt der Geisteswissenschaften – im Laufe der Zeit in die zusätzlichen Bereiche "Sachbuch" und "Belletristik" aufgegliedert. Im belletristischen Bereich sind neben den zahlreichen Übersetzungen aus dem Chinesischen mittlerweile Romane einiger preisgekrönter deutschsprachiger SchriftstellerInnen - wie Werner Streletz, Monika Buschey, Anja Liedtke, Sarah Wedler und Nadine d´Arachart – versammelt. Alle Publikationen zeichnen sich, unabhängig von den Programmschwerpunkten, durch einen hohen kulturellen und zum Teil internationalen Anspruch aus, was sich nicht allein an einigen mehrsprachigen Veröffentlichungen, sondern auch an der Vergabe von Lizenzen nach Russland, in die USA oder nach Ägypten zeigt. Der zum Verlagsnamen ergänzte Slogan "Verlag für Wissenschaft und Kultur" steht somit für unsere programmatische Ausrichtung. Zukünftig werden die Bereiche "Literatur" und "Sachbuch" weiter ausgebaut, wobei Überschneidungen der Literaturgattungen nicht unbeabsichtigt sind. Weitere Info: www.projektverlag.de www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de









Ruhrpodcast – Folge 40 "Lisa, ich bin einfach"
Jun 03 2020 40 mins  
Claudia hat ein Buch geschrieben. Keine leichte Kost, obwohl es einfach geschrieben ist. Einfach aber nicht schlicht. Einfach und gar nicht literarisch. Einfach und doch wiegt es schwer. „Lisa, ich bin einfach“, heißt es, das Buch. Und wenn da nicht diese Unterzeile wäre, könnte man es auf den ersten Blick für ein Kinder- oder Jugendbuch halten. Doch genau das ist es nicht. Lisa kam gesund zur Welt. Einen Tag bevor die Deutsche Nationalmannschaft 1990 Weltmeister wurde. Die Mutter war zu diesem Zeitpunkt 24 Jahre alt. Alle gesund und munter, alle wohlauf. Es war eine Kaiserschnittgeburt und man wollte Lisa zur Beobachtung auf eine andere Station verlegen – so nahm das Unglück seinen Lauf. Lisa wurde mit Krankenhaus-Keimen infiziert. Klebsiellen des Namens und äußerst gefährlich für Neugeborene. Diese Keime haben Lisas Hirn zerfressen. Schock, Panik, Trauer. In wenigen Tagen wird Lisa 30. Ihre Mutter Claudia ist immer noch an ihrer Seite und pflegt sie täglich. Einfach scheint da nichts. Und dann ist da noch diese Unterzeile: „Non cogito sed sum!“ Zu Deutsch: „Ich denke nicht, aber ich bin“. Dieses abgewandelte Zitat von Descartes macht einen Unterschied ums Ganze. Und dennoch gibt es kein Wort der Verbitterung. Eine Ruhrpodcast-Folge, die nicht nur Host Zepp Oberpichler unter die Haut ging und nachhaltig beeindruckte. Also Leute, eine Folge zum Kraft schöpfen: „Audire, ergo sum!“ Weitere Info: https://www.amazon.de/Claudia-Ingenillen/e/B088NM2SLB www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de




Ruhrpodcast – Folge 38 „Handeln, um handeln zu können“
May 20 2020 55 mins  
Den Einzelhandelsverband gibt es mittlerweile seit über 100 Jahren. Jeder kann ihm beitreten, vom kleinen Kiosk an der Ecke bis hin zu größeren Unternehmen. „Selbst Amazon könnte uns beitreten“, verrät uns Wilhelm Bommann im Podcast-Interview. Der Verband kümmert sich um die Unterstützung von Einzelhandelsbetrieben. Dazu gehören Unterstützungsangebote zu Bereichen wie Arbeits- und Tarifrecht, eine allgemeine arbeitsrechtliche Betreuung, Unternehmensberatung, die Bereitstellung eines Medien- und Informationsdienstes und vieles mehr. Podcast-Host Frank „Zepp“ Oberpichler und sein Gast unterhalten sich über die aktuelle Corona-Situation und die damit verbundenen Auswirkungen auf den Einzelhandel. Im Zuge dessen berichtet Bommann, dass es auch schon vor der Coronakrise immer schwieriger für Einzelhändler geworden sei. Die Anzahl der Fachgeschäfte habe sich in den letzten 20 Jahren halbiert, ein deutlicher Strukturwandel sei nicht zu übersehen. Zurückzuführen ist dies unter anderem auf den Onlinehandel. Aber nicht ausschließlich: Bommann erklärt, welchen Einfluss aktuelle Ereignisse und der Zeitgeist auf seine Arbeit und die der Einzelhändler haben. Durch Corona hat sich Folgendes herauskristallisiert: Die Soforthilfen für Einzelunternehmen hätten zwar gefruchtet, würden aber einer deutlich verschlimmerten Situation nicht standhalten. Wenn es weiterhin wie bisher vonstattengehen sollte, wird sich der Umsatzverlust zwar in Grenzen halten, dennoch sei das Ausscheiden einiger Marktteilnehmer nicht auszuschließen. Eine mögliche Chance für Neuaufsteiger und Startups? Ob Neueinsteiger oder Einzelunternehmer, die sich schon länger auf dem Markt bewegen – eines ist besonders wichtig: sich für den Markt attraktiv zu machen. Werbung ist da ein Stichwort, so Bommann. Doch welche Werbung macht überhaupt Sinn, in welche lohnt es sich zu investieren und in welche nicht? Welchen Einfluss haben Apps wie Localee wirklich auf den Markt? Wie erstellt man ein sinnvolles Konzept für den eigenen Betrieb und welche Rolle spielt dabei die handelsspezifische Zielgruppe und der Standort des Unternehmens? Wie wird unsere Innenstadt wohl in 10 Jahren aussehen? Haben sich dann schon ein paar neue Tierarten in der „Steinschen Gasse“ in Duisburg angesiedelt? All das und vieles mehr besprechen wir in Podcast Folge Nummer 38! Weitere Info: https://ehv-duwes.de/startseite/


Ruhrpodcast – Folge 37 “Unternehmerin in Sachen Punk“
May 13 2020 39 mins  
Das Plastic Bomb begann als Fanzine in Duisburg, NRW, Deutschland und beschäftigt sich bis heute hauptsächlich mit Punkrock, Hardcore und Alternative-Musik aller Art. Neben Interviews mit Musikern, Berichten von Live-Konzerten und Szenetreffen, findet man im Heft auch Platten-, Buch-, Comic- und Filmkritiken. Das erste Heft des Plastic Bomb erschien am 1. Januar 1993. Bis heute (2020) erscheint das Heft vierteljährlich, mit einer gedruckten Auflage von 8000 Exemplaren, wird an Abonnenten ausgeliefert und ist im regulären Zeitschriftenhandel zu beziehen. Herausgegeben wird das Plastic Bomb von der Plastic Bomb GmbH mit Sitz in Duisburg. Das Magazin tritt für eine linkspolitisch und antifaschistisch ausgerichtete Punkszene ein, was sich in zahlreichen Artikeln des Heftes widerspiegelt. Parallel zur Zeitschrift hat sich das eigenständige Tonträger-Label entwickelt. Dort sind unter anderem auch Schallplatten und CD’s von Jimmy Keith & his Shocky Horrors, Vageenas, Rasta Knast und zuletzt das aktuelle Album der Richies erschienen. Da das Plastic Bomb kein Ladengeschäft führt, hat es schon vor vielen Jahren begonnen einen Internethandel aufzubauen, bei dem auch szenetypische Kleidung, Schmuck und Accessoires zu finden sind. Im Ruhrpodcast spricht Ronja Schwikowski über ihren Weg von der Jobberin bis hin zur Geschäftsführerin beim Plastic Bomb. Sie berichtet, was Punk für sie heute noch bedeutet, welches Feedback sie nach ihrem Auftritt bei dem WDR-Format „Frau TV“ erhalten hat und warum sie immer noch 24/7 über Schallplatten sprechen kann. Weitere Info: www.plastic-bomb.de


Ruhrpodcast – Folge 36 "Im Handwerk noch goldener Boden?"
May 06 2020 40 mins  
Der Westdeutsche Handwerkskammertag ist der Interessenvertreter der Handwerkskammern in NRW (7 Kammern in NRW) zum Wohle des Handwerks. Man sehe sich als kritischer Partner der Landesregierung und bringe für die politische Meinungsbildung die Position des in der Regel inhabergeführten Mittelstands ein. Dabei verstehe man sich als Impulsgeber für Entwicklungsprozesse, um Handwerkskammern und Handwerksbetriebe zukunftssicher aufzustellen. Das Handwerk ist laut Eigenangaben der bedeutendste und vielseitigste Wirtschaftszweig in Deutschlands größtem Bundesland, Nordrhein-Westfalen. In nordrhein-westfälischen Handwerksbetrieben arbeiten über 1,1 Million Beschäftigte. Sie erwirtschaften einen Jahresumsatz von 130,7 Milliarden Euro. Das Handwerk sei damit der stärkste Wirtschaftsbereich. Hat das Handwerk also immer noch den viel besungenen goldenen Boden? Wie steht es aktuell um die Nachwuchsfrage im Handwerk, besonders mit Blick auf das Ruhrgebiet? Daran schließt sich das Thema Nachfolgeregelung an – wie steht es damit? Aus- und Weiterbildung im Handwerk, wie wird das aktuell, insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Krise geregelt? Planungssicherheit für Friseurhandwerk und Fußpflege – welche Handwerksbetriebe sind besonders vom Corona-Shutdown betroffen? „Künstliche Intelligenz im Handwerk“ – gibt es dazu ein Positionspapier KI? Wie sieht die Strategie dazu aus? Persönliche Erfahrungen unsererseits machen deutlich: Bezogen auf das Ruhrgebiet denken immer noch einige Handwerksunternehmer, „dieses Internet ist doch nur eine Welle, in ein paar Jahren spricht davon keiner mehr.“ Matthias Heidmeier zeigt sich gut aufgelegt im lebhaften und informativen Dialog mit Host Frank Zepp Oberpichler. Aufgrund von Corona waren beide alleine im Aufnahmeraum, saßen über 1,50 Meter auseinander und hatten Plastiktütchen über dem Mikro – wie man das so gern im Fernsehen sieht. Weitere Info: www.whkt.de



Ruhrpodcast – Folge 35 "Der Pott tanzt schwarz"
Apr 29 2020 31 mins  
Was hat jemand, der in Düsseldorf lebt, mit dem Ruhrgebiet am Hut? Nicht viel, sollte man meinen. Allerdings verbindet unser Gast dieser Episode besonders viel mit dem Pott. Tobias Cremer alias der „Carrera-Mann“ aus Düsseldorf ist zu uns gekommen, um mit Host Frank „Zepp“ Oberpichler vor allem über eines zu sprechen: Musik. Cremer hat nicht nur eine ganz besondere Leidenschaft in Sachen Motorsport, er ist auch Manager der Band NICHTS, über die er bereits einen Dokumentarfilm gedreht hat. Punk, Alternative Rock, Metal, New Wave, Industrial oder Gothic. Die besonders durch die 80er Jahre geprägten Musikgenres der schwarzen Szene im Ruhrgebiet sind so vielfältig, dass ein begeisterter Musikliebhaber dieser Szene sich im Ruhrgebiet eigentlich nur wohlfühlen kann. Naheliegend, dass Cremer deshalb nun seinen zweiten Dokumentarfilm plant: „Der Pott tanzt schwarz“ soll von der schwarzen Szene im Ruhrgebiet handeln und alte Erinnerungen ans Licht bringen, die aufgrund wenig übrig gebliebener Fotos und Aufzeichnungen zu verblassen drohen. Denn obwohl das Ganze noch nicht allzu lange her ist, gibt es nur wenig Material. Aus diesem Grund wird „Der Pott tanzt schwarz“ ein Projekt, bei dem nun alle gefragt sind. Denn nicht nur die Musik prägte die Szene: Alte Fotos, Videoaufzeichnungen, Zeitungsartikel oder vielleicht das ein oder andere Kleidungsstück aus der Zeit sind bei Tobias Cremer herzlich willkommen, um den neuen Dokumentarfilm eben möglichst authentisch herüberzubringen. Da sieht man mal, wohin einen eine Kfz-Ausbildung bei Opel und ein anschließendes BWL-Studium führen können. Eben ganz woanders hin. Die schwarze Szene prägte bereits seine Jugend, während die Anderen in seinem Alter eher die üblichen Charts der 80er hörten. Tiefsinnige Texte, die Psyche des Menschen, Gefühle der Perspektivlosigkeit in der Jugend und ein Verkäufer der einen darum bittet, sich nach dem Anhören einer Platte bitte nicht aufzuhängen. Was für viele vielleicht abschreckend klingt, bewegt auch heute noch eine große Gruppierung junger sowie älterer Generationen. Und im Ruhrgebiet fühlt sich die Szene heute noch wohl: Vom „Old Daddy“ in Duisburg, zum Modegeschäft „Mode Wichtig“ in der Mülheimer Altstadt bis hin zum „Dark Ages Gothic Shop“ in Essen zu noch vielen weiteren Szene-Magneten. Cremer spricht mit uns über seine persönliche Verbindung zum Ruhrgebiet, verschiedene Bands und warum er nicht mehr bei Opel arbeitet. Einen fahren, das macht er allerdings immer noch. Weitere Info: https://www.facebook.com/Der-Pott-tanzt-schwarz-100324398333585/ http://autorennbahncenter.de/die-firma/ www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de


Ruhrpodcast – Folge 34 "Aus dem Ruhrgebiet in die Welt"
Apr 22 2020 39 mins  
Markus Günther studierte Geschichte und Politikwissenschaft in Bochum, Lyon und Montreal. Er war für zahlreiche deutsche und US-Zeitungen tätig, darunter für die FAZ und die Los Angeles Times. Von 1995 bis 2000 arbeitete er als EU- und NATO-Auslandskorrespondent in Brüssel. Günther war Mitglied im Pressekorps des Weißen Hauses. 2007 veröffentlichte er die erste deutschsprachige Obama-Biographie. Von 1. Juli 2009 bis 5. Dezember 2011 war Markus Günther Chefredakteur der Augsburger Allgemeinen Zeitung. Seit dem 1. Februar 2019 ist Markus Günther Kommunikationsdirektor des Erzbistums Köln und somit verantwortlich für die externe und interne Kommunikation des Erzbistums. Zudem ist er Leiter der Hauptabteilung Medien und Kommunikation im Generalvikariat Köln. Im Februar 2017 erschien sein erster Roman Weiß und 2020 der Roman Pietà. Aus dem Klappentext von Pietà: Was heißt schon Erwachsenwerden? Wo beginnt es, und wo hört es auf? Und was muss dabei geschehen? Markus Günther hat eine klassische «Coming of Age»-Geschichte geschrieben, und doch fällt sein Held Lutz Brokbals aus jedem literarischen Rahmen. Ja, er hadert mit sich selbst und seinen Gefühlen, er wartet sehnsüchtig auf die große Liebe und ein abenteuerliches Leben. Doch da ist noch etwas, was ihn quält und lähmt: die Frage nach den letzten Dingen, auch nach dem Tod. Alice Millers «Drama des begabten Kindes» hallt in dieser Geschichte ebenso nach wie Hermann Hesses Jugendroman «Peter Camenzind». Auch Lutz Brokbals kann seine widerstreitenden Gefühle kaum bändigen und lernt schließlich doch die wichtigsten Lektionen des Lebens, die Liebe und den Abschied. Der Riese, den Lutz besiegen muss, ist in keiner Fabelwelt zuhause, sondern in der Seele eines jeden Menschen. Erst wenn er zu Fall gebracht ist, weitet sich der Blick für die unendlichen Möglichkeiten der Liebe, der Freiheit, des Lebens. Dann wird aus Zweifel Zutrauen und aus Todesfurcht Lebenslust. Stimmen zum Buch: Markus Günthers Erzählung vom Erwachsenwerden des überempfindlichen Lutz Brokbals reiht die Momente einer allmählichen Verwandlung wie Perlen aneinander. Seine Poesie trägt die Prägungen bestimmter Orte und Jahre und beschwört doch jene Ängste und Sehnsüchte, die zu allen Zeiten Menschen bewegt haben. Ein packendes Buch, das den schwierigen und existenziellen Fragen des Lebens nicht ausweicht. Und das sich vielleicht gerade deshalb liest wie eine kraftvolle Ermutigung, sich zuversichtlich auf das Abenteuer Leben einzulassen. Ein Buch für alle Liebenden, für alle Trauernden und für alle, die noch wachsen wollen. Weitere Info: https://www.fontis-shop.de www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de


Ruhrpodcast – Folge 33 "DJ, Poster und Corona"
Apr 15 2020 33 mins  
Wir hätten den gebürtigen Oberhausener fragen können: „Wie kommt man auf Cheesy?“ Eine weitere Frage hätte lauten können: „Vinyl, CD oder Laptop?“ Um mit der dritten Frage: „Duisburger Daddy oder Sterkrader, Stratosphäre, E-Dry, Gelber Elefant, Siggis Kalei, Prater, Delta, Matrix, Zwischenfall, Bahnhof Langendreer, Rock-o-la, was war für dich der beste Club?“ endlich Klarheit zu schaffen. Haben wir so nicht gefragt und doch einiges erfahren. Michael Krisang, so der Geburtsname von Cheesy, hat in den 80ern mit DJ-Kollege Emil den Plattenladen 28 Kubikmeter eröffnet. Zuvor hat er eine Lehre zum Stahlbauschlosser bei der Gutehoffnungshütte GHH abgeschlossen. Danach gab es fast nur noch Musik. Aktuell legt Cheesy im Oberhausener Kulttempel an der Mülheimer Straße auf. Sein Geld verdient er allerdings mittlerweile eher mit dem Online-Plakathandel Luisposter. War man mit den anderen DJs aus der Region in Kontakt? Was waren für ihn die besten Clubs im Ruhrgebiet in den 80er, 90er, 2000er 10er Jahren? Wie wird Corona die Szene verändern? Ist God a DJ, wie Faithless vermuteten? Ist DJ noch ein Traumberuf? Welche Rolle spielen bei alledem die Einstürzenden Neubauten? Fragen über Fragen an einen, der seit über 36 Jahren hinter dem DJ-Pult steht und anfangs noch Kassetten umdrehte. Ein entspanntes Gespräch über Szene, Musik und Gastronomie im Ruhrgebiet. Und was ist nun der ultimative Partykracher, um das Volk auf die Tanzfläche zu lotsen? Weitere Info: https://www.luisposter.de/ www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de


Ruhrpodcast – Folge 32 "Befreiungsschlag Ruhrgebiet"
Apr 08 2020 33 mins  
Fratz A. Thum, geboren 1967 in einem kleinen katholischen Kaff in Bayern bekam 1980 die erste Platte der Band „Hass“ in die Finger und danach war nichts mehr wie vorher. Bereits Mitte der 80er Jahre begann er Konzerte zu organisieren und Platten zu tauschen. 1986 zog er mit seiner Plattenkiste von Gig zu Gig und gründete mit Hulk ConnAction den Vorgänger von Hulk Räckorz. 1988 traf er auf Axel Kurth, die beiden verstanden sich gut und Fratz begann, Touren für Axels Band WIZO zu buchen und brachte die erste Veröffentlichung auf dem neu gegründeten Label Hulk Räckorz raus (der Rest ist Geschichte). Über die Jahre folgten viele weitere WIZO-Veröffentlichungen und Touren in Deutschland, Ungarn, Japan, Frankreich, England, Amerika, Canada. Von 1994 bis 1996 spielte Fratz Bass bei der Regensburger Band Use To Abuse, die seinen Lebensweg immer mal wieder kreuzt und auch mehrere Platten auf Hulk Räckorz rausbringt. Bereits 1996 holte er sich die Domain www.punk.de wo man WIZO Merch bestellen konnte. 2005 organisierte Fratz die WIZO-Abschiedstour. Danach gings aus Bayern in den Ruhrpott, genauer gesagt nach Gladbeck. In diesem Jahr gab er ein kurzes Intermezzo bei Rasta Knast am Bass bevor er 2007 die Band Rockwohl Degowski gründete. Zwischendurch stampften Fratz mit inzwischen Ehefrau Vera Vandal die Modemarke Sexypunk aus dem Boden. 2008 wird der Shop auf punk.de gelauncht, wie er jetzt ist, sodass jeder Platten, e-Tickets oder mp3s verkaufen kann. 2009 organisierten Fratz und Axel die WIZO Reunion, die seitdem mit einer umfangreichen Tour alle zwei Jahre durch die Republik und angrenzende Länder führt. Mittlerweile ist er Vater zweier Kinder und sieht sich als Berufsjugendlicher. „Für mich war es ein Befreiungsschlag ins Ruhrgebiet zu kommen. Die Menschen sind hier viel herzlicher und weniger mit dem Ellenbogen unterwegs, als in Bayern.“ Fratz ist überzeugt, dass das Ruhrgebiet riesiges Potenzial hat: „Eigentlich ist es eine Metropole, wo Berlin und Hamburg gar nicht hinstinken können.“ Für ihn ist das Ruhrgebiet ein Freizeitparadies geworden. Aktuell spielt er u.a. Bass bei der Punk-Rock-Band „Kupferwerk Gold“. Weitere Info: www.punk.de www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de


Ruhrpodcast - Folge 31 "Medizin und Limerick"
Apr 01 2020 32 mins  
Was treibt einen Internisten dazu immer wieder Fünfzeiler und weitere Reimkost darzureichen? In dem Hörbuch „Kohle, Kappes, Koniferen“, welches Hubertus Janssen mit WAZ-Kulturredakteur Jens Dirksen herausgab, sind erste Hinweise zu finden. In Geschichten und Gedichten wird das Urgemüse des Ruhrgebiets mit all seinen Licht- und Schattengewächsen präsentiert. Die gesamte Flora und Fauna des Ruhrpotts, des Rheinlandes und Westfalens, Europas und vom Rest der angrenzenden Welt steht Janssen bei, wenn es darum geht Kohle von Kappes zu trennen. Fragt sich, was es mit den Koniferen auf sich hat. Wie kommt ein niedergelassener Arzt auf Zeilen wie: „Mein Schwein hat Borderline“, „Die Wildsau in Breslau“ oder schlicht auf den „Labrador im Schlaflabor“? Ärzte in der Deutschen Literatur gibt es einige: Arthur Schnitzler, Alfred Döblin, Uwe Tellkamp, Gottfried Benn, um nur einige zu nennen. Der uns allen bekannte Marcel Reich-Ranicki sagte einmal, Literaten und Mediziner seien "Fachleute für menschliche Leiden". So gesehen ist der Spagat also nicht groß. Friedrich Schiller war ausgebildeter Regimentsmedikus, John Keats Wundarzt, Georg Büchner promovierter Anatom. Heinrich Hoffmann, der Vater des "Struwwelpeter", leitete als Chefarzt die Frankfurter Irrenanstalt, Anton Tschechow meinte, "die Medizin ist meine gesetzliche Ehefrau, die Literatur meine Geliebte". Und dann gibt es auch noch die, die Medizin studierten, sich aber noch vor dem Examen ganz der Literatur verschrieben: Louis Aragon, Bertold Brecht, André Breton, Henrik Ibsen, Stanislaw Lem, Hermann Löns und August Strindberg, um auch hier nur einige zu nennen. Zur Verwertung von Hubertus Janssen für den Ruhrpodcast freigegeben: 2020 Schotten dicht Zwanzig alte Mottenkugeln tummeln sich in der Kajüte, wo sie vierzig Motten doubeln, Schotten dichten, staubig jubeln, grinsend aus der Mottentüte. Weitere Info: http://vonneruhr.de/jd_hub.html www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de


Ruhrpodcast – Folge 30 "Ruhrpottköter mit Summa-cum-laude"
Mar 25 2020 40 mins  
René Schiering schreibt unter anderem im Auftrag von RTL II, Sat.1 und RTL fürs Fernsehen und hat bisher zwei Romane und zwei Musikalben veröffentlicht. Schiering wuchs in Gladbeck auf. Nachdem er auf der Realschule die Fachoberschulreife erreicht hat, wechselte er auf das Heisenberg-Gymnasium, wo er 1996 sein Abitur machte. Bis August 1997 leistete er in einem Krankenhaus Zivildienst und zog dann nach Köln. Dort studierte er Allgemeine Sprachwissenschaft, englische Philologie und Philosophie und bekam nach Zwischenstationen in Kiel und Nijmegen im Sommer 2002 den Magistertitel verliehen. 2003 wechselte er zum Promotionsstudium im Fach Sprachwissenschaft an die Universität Konstanz. Nach einer Summa-cum-laude-Promotion 2006 forschte und lehrte er als Sprachwissenschaftler an der Uni Leipzig (2006–2007) und der Uni Münster (2008–2011). In der Medienbranche sammelte er früh Erfahrungen in zahlreichen Projekten, unter anderem beim Jahrbuch Fernsehen, bei der Cologne Conference und im Ständigen Sekretariat des Deutschen Fernsehpreises. Seit Oktober 2011 arbeitet Schiering hauptberuflich als Drehbuchautor und Schriftsteller. Im Ruhrpodcast ging es von Sprachwissenschaft über Nachmittags-TV zu „Berlin Tag und Nacht“. Von „Die Straße“ über Trash-TV bis hin zu aktuellen Lese- und Sprechgewohnheiten. Ein Gespräch mit einem der wegging und zurückkam, der heute sagt: „Ich gehöre hier hin, aber streue mich aus.“ Weitere Info: http://vonneruhr.de/ruhrpott_koeter.html www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de


Ruhrpodcast – Folge 29 "Bürger begehren RadEntscheid Essen"
Mar 18 2020 32 mins  
Als Vater von zwei Kindern ist es Jonathan Knaup ein Herzensanliegen, insbesonderedie Lebensqualität von Familien in einer Großstadt wie Essen durch eine faire Neuverteilung des öffentlichen Raums zu verbessern. So geht es im Gespräch um den Alltags(rad)verkehr, Fahrradstraßen, sichere Radwege, Straßenkreuzungen, Fahrrad-Demos sowie um großes menschliches Engagement und zielführende Netzwerkaktivitäten. Letztlich also um nicht weniger als die bevorstehende Mobilitätswende, die wiederum Hand in Hand mit dem Klimaschutz geht.
 RadEntscheid, was ist das?
 Der RadEntscheid ist ein Bürger*innenbegehren, mit dem die Initiatorinnen und Initiatoren sich für eine Verbesserung der Radwege-Infrastruktur in Essen einsetzen. Sie wollen, dass Menschen jeden Alters und jeder Fitness die Möglichkeit haben, in Essen sicher Rad zu fahren. Damit der Stadtrat sich mit den Forderungen beschäftigen muss, benötigen sie 15.000 Unterschriften. Im besten Fall nimmt die Stadt das Begehren dann an und setzt es um. Lehnt sie es ab, werden alle Essener*innen aufgefordert, an der Urne darüber abzustimmen. Wenn mindestens 15 Prozent abstimmen und die Hälfte von ihnen die Forderungen unterstützt, muss die Stadt sie umsetzen. Die Unterschriftenaktion beginnt voraussichtlich im späten Frühjahr. Wer steckt dahinter?
 Die Initiative ist eine Gruppe aus begeisterten Alltags- und Freizeit-Radfahrenden. Alle bewältigen die meisten ihrer Wege mit dem Fahrrad. Zu den Aktiven zählen unter anderem Studierende, Angestellte, Eltern und Rentner*innen. Das Team besteht aus drei Vertretungsberechtigten und vielen Aktiven, die alle Treffen und Arbeitsgruppen koordinieren. Der RadEntscheid wird von einem wachsenden Bündnis aus Organisationen, Unternehmen und Initiativen unterstützt. Dieser Podcast wurde am 11.03.2020 aufgezeichnet. Aufgrund der aktuellen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus musste die Kidical Mass Essen für den 21.03.20 abgesagt werden. Die nächste Kidical Mass in Essen findet voraussichtlich am 6.6.20 (Samstag) statt. Weitere Infos: https://radentscheid-essen.de https://www.facebook.com/RadEntscheid.Essen/ https://www.facebook.com/KidicalMassEssen/ www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de





Ruhrpodcast - Folge 27 "Perspektivwechsel in der Stadtentwicklung"
Mar 04 2020 37 mins  
Die große Zeit der Kohle- und Stahlindustrie ist seit Ende der 1970er Jahre vorbei. Die Städte im Ruhrgebiet haben seitdem mit unterschiedlichen Problemen des Strukturwandels zu kämpfen. In vielen innerstädtischen Bereichen macht sich Leerstand breit, die vorherrschende Nutzung über Einzelhandel befindet sich im drastischen Rückgang. Städtebauliche Veränderungsprozesse müssen von den Akteuren vorangetrieben werden, um diesen Entwicklungen innovative Umnutzungsideen entgegenzusetzen. Ebenso müssen sich Städte gegenwärtigen Ansprüchen, wie dem demographischen Wandel, erforderlichen Umweltaspekten und geändertem Konsumverhalten, anpassen. Dass das mitunter sehr schwierig ist, alle Akteure unter einen Hut zu bekommen und Konsens herzustellen, weiß Miriam Beul, Immobilienjournalistin und Agenturinhaberin der Agentur textschwester Immobilienkommunikation. Im Gespräch mit Zepp Oberpichler und Co-Moderatorin Annika sprach die gebürtige Duisburgerin über die Stadtentwicklung, insbesondere auch Entwicklungen, Geschehnisse und Bauskandale in Duisburg sowie Probleme, die viele andere Ruhrgebietsstädte in Zeiten des Strukturwandels ebenfalls betreffen. Durch das Talk-Format „Let’s Immotalk“ im Museum DKM, welches Miriam maßgeblich für den Immobilienentwickler Aurelis Real Estate erarbeitete, hat sie viele Entwicklungen und Ideen für Duisburg miterlebt und weiß auch, woran die Umsetzung hapert. In dem Format trafen Immobilienexperten, Projektentwickler sowie Investoren auf Akteure der Stadt Duisburg zum Netzwerken, Diskutieren und um auf die Potenziale Duisburgs hinzuweisen. „Duisburg wird von ganz vielen schlauen Leuten in der Immobilienwelt chronisch unterschätzt“, sagt Miriam. Diese Leute wollte sie gemeinsam mit Aurelis und dem Talkformat nach Duisburg holen. Eine interessante Frage stellte uns die Immobilienjournalistin Miriam Beul im Anschluss an das Podcast-Gespräch: Welche jungen und neuen Markenbotschafterinnen und -botschafter hat das Ruhrgebiet? Miriam nannte die altbekannten wie Helge Schneider, Herbert Grönemeyer oder Herbert Knebel. Doch jüngere und vor allem Frauen als Repräsentantinnen aus dem Ruhrgebiet fielen ihr nicht ein. „Köln hat Caroline Kebekus. Aber wen hat das Ruhrgebiet?“ Bis auf die Modemacher rund um die Marke „Grubenhelden“ fiele Miriam niemand ein, der das Ruhrgebiet auch grenzüberschreitend und international gut repräsentiere. Eine Frage, über die es sich lohnt, weiter nachzudenken. Weitere Info: https://miriambeul.de/ www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de


Ruhrpodcast – Folge 26 "Affentheater und andere Freudenhäuser"
Feb 26 2020 36 mins  
Affentheater, Freudenhaus, Mondscheinpalast – für Fans des komödiantischen Theaters keine unbekannten Schauplätze. Schauplätze, an denen Sigi Domke als Regisseur und Autor tätig war respektive ist. Manche kennen ihn auch als Regisseur und Autor von Theaterstücken wie „Freunde der italienischen Oper“ oder „Ronaldo und Julia“. Domke kommt ursprünglich aus Besow in ehemals Hinterpommern, lebt heute in Bochum-Gerthe. 1957 ist er als Säugling mit seinen Eltern aus Pommern über diverse Flüchtlingsheime nach Essen gekommen. Eigentlich wollte Sigi Domke Rockmusiker werden, erzählt er, landete dann jedoch als Gründungsmitglied im Affentheater, zusammen mit Uwe Lyko – besser bekannt als Herbert Knebel. Domke ist davon überzeugt, in guten Komödien ginge es immer um Konflikte, um die großen Themen, um Drama. Nur eben anders aufbereitet. „Ich habe immer versucht in den Stücken aktuelle Themen zu verarbeiten. Den Strukturwandel, das deutsch-türkische Verhältnis.“ Ronaldo und Julia im Mondscheinpalast sei z. B. Shakespeares Romeo und Julia nur eben übertragen auf die Fußballfamilien Schalke und Dortmund. Es geht um einen handfesten Konflikt mitten im Ruhrgebiet. Mit den Mitteln der Komödie könne man das wunderbar auf eine Art und Weise umsetzen, bei der die Menschen lachen können, wo sie aber am Ende nicht niedergeschmettert den Saal verlassen, sondern mit einem Hoffnungsschimmer. Domke hat wenig Verständnis, wenn Theaterstücke alles Elend der Welt auf die Bühne bringen. „Wo ist die Sinngebung? Da muss man sich nur die Nachrichten anschauen. Wieso das Ganze noch mal auf der Bühne anschauen?“, fragt Domke. Im Theater wolle er sich nicht Hoffnungslosigkeit antun. Er möchte das Gegenteil erleben: Visionen und Träume von einem besseren Leben sehen, damit konfrontiert werden und sich so damit auseinandersetzen. Gerade jetzt im Moment bräuchten wir so dringend wie noch nie in der Geschichte der Menschheit positive Visionen, so Domke. Theater sei der richtige Ort dafür. Wie geht man mit Kritikern um? Was bedeuten die Begriffe Boulevard und Volkstheater für ihn? Wie steht es um die Komödie im Ruhrgebiet? Mit Zepp und Annika vom Ruhrpodcast sprach Domke über seinen Werdegang, das Theater im Ruhrgebiet, Ruhrgebietskomödien, Reiterhöfe und grüne ländliche Ecken im Pott. Tipp: Am 4.3.2020 kann man Sigi Domke live auf der Bühne erleben bei kostenfreiem Eintritt. Domke tritt im Duo mit der singenden Schauspielerin Veronika Maruhn in Duisburg-Großenbaum bei Raumdesign Dommers auf. Eine Mischung aus Songs und Literatur, geschrieben von Sigi Domke, Einlass ab 18.00 Uhr, Beginn 19.00 Uhr. Der Eintritt ist frei. Oder wie Zepp sagt: „Domke und Maruhn sollte man sich antun“ Weitere Info: https://de.wikipedia.org/wiki/Sigi_Domke




































Ruhrpodcast – Folge 9 "Die Regie-Ikone aus dem Ruhrgebiet"
Oct 16 2019 33 mins  
Am östlichen Rand des Kohlenpotts steht eine geheimnisumwitterte Stufenpyramide. Einheimische nennen sie das ’Dortmunder U’. Besessen von der dreisten Idee, die Pyramide in eine Lichtplastik zu verwandeln, gerät Adolf Winkelmann in eine Welt, die er sich nie vorzustellen gewagt hätte. Bei seiner abenteuerlichen Reise durch die labyrinthischen Turmkeller und die Amtsstuben der Kulturbürokratie erfährt er von der Existenz der Magic Foils of Dortmund, seit 1926 unbeachtet und nicht entziffert. Der Regisseur von so wegweisenden Filmen wie „Die Abfahrer“, „Jede Menge Kohle“ und zuletzt „Junges Licht“, spricht im Ruhrpodcast über das Filmgeschäft (siehe hierzu auch www.winkelmann-film.de ), Gebäudeinstallationen und sein neues Buch »Ich sehe häufig Dinge, die es nicht gibt« (hierzu: http://vonneruhr.de/briefe_adolf.html ). Sie möchten mehr über das Dortmunder U wissen? „Sonnenuntergang - 28. Mai 2010. In der ungewöhnlichen Dachkonstruktion des monumentalen Wahrzeichens ’Dortmunder U’ geht eine Bilderuhr auf Sendung. Eine weithin sichtbare Lichtplastik strahlt auf. Sofort treffen städtische Baubürokraten ihre nachhaltigen Maßnahmen und lassen um das teure Kunstwerk siebenstöckige, Sicht versperrende Büroklötze bauen, die sie Kreativquartiere nennen. Doch ist das wirklich die ganze Geschichte? Im Zuge ihrer Recherchen stoßen Winkelmann und sein Co-Autor Krüger auf einen rätselhaften Goldschatz. Sie erfahren von den LKW-Kriegen eifersüchtiger Ruhrstadt-Brauereien und entdecken Dokumente zum Henkelmann-Skandal und zur Bargeld-Affäre. Was geht in dieser Stadt, in und unter ihrem U, wirklich vor? Und wie kann es sein, dass die Gaststätte Hövelpforte, in der sich Winkelmann und Krüger regelmäßig treffen, plötzlich seit über einem Jahr nicht mehr existiert? "Würd’ ich sowieso verbieten, wenn ich könnte", flüsterte Krüger, ohne den Blick von den Bildern abzuwenden, einem der Journalisten zu, der sich als Kulturredakteur vorgestellt hatte. "Das Wort Kultur. Sollte man verbieten für die nächsten fünfzig Jahre. Und wenn wir schon dabei sind, auch das Wort Kreativwirtschaft und Metropole Ruhr. Wir wären alle gezwungen, Klartext zu reden. Was wir wirklich sehen, denken, tun und erleben. Ohne den Sprechblasenquatsch." www.ruhrpodcast.de www.durian-pr.de



















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